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Axel Engels in der MV zum Sommerabend an der Ems mit den Blues Guerilla

Der Blues kehrt zurück an die Ems

Bluesnote-Veranstaltung begeistert unter Corona-Bedingungen die Musikliebhaber

BluesguerillaDer liebe Gott muss eine Blueser sein“ war für Robert Grawe ganz klar. Denn kein einziger Regentropfen traute sich am Samstagabend, das Konzert der „Blues-Guerilla“ auf der Emsterrasse zu stören. Eine langjährige Freundschaft verbinden die Bluesnote-Initiative und die „Blues-Guerilla“. Da darf es für einen musikalischen Start nach dem Lockdown keine andere Band sein, wenn der Blues in die Stadt an der Ems zurückkehrt.
Offene Formation
Sehr groß war die Resonanz bei den Musikliebhabern, es hatten sich sogar treue Fans am Emsufer niedergelassen, um bei Abstand diesen musikalischen Ausflug auf die Rapsfelder des Münsterlandes genießen zu können. Die „Blues-Guerilla“ ist ja ein Phänomen, das so wohl einzigartig ist. Entstanden aus einem „spannenden Zeitvertreib für langweilige Wochenenden einiger Musiker“ sind sie zu einer offenen Formation geworden, die seit vielen Jahren ein Garant für prickelnde Unterhaltung ist.
Zwar gibt es einen festen Besetzungskern, aber stets spontan weiß man am Beginn des Abends nie, wohin die Reise so geht. Wenn „Still got the Blues“ von Gary Moore erklang und ZZ Top ihr „Fool for your stockings“ beisteuerten, war dies der passende Auftakt für ein Feuerwerk allseits bekannter Songs.
Bei dem durch die Blues-Brothers bekannte Stück „Ghostriders in the sky“ mit perfekter Bonanza-Einleitung zeigte sich die eigene Art, wie die „Blues-Guerilla“ mit legendären Hits umgehen. Seit 1949 ist dieser Song unzählige Male gecovert worden, aber so vom Staub befreit hört man ihn wohl selten. Da erhob sich die rauhe Stimme von Martin Captain Huck über dem farbenreichen Saitenklang der Gitarristen Stephan Hölly Höltker und Tommes Fastfinger Götze“ sowie dem Stephan Bassisten Guido Stingray Schräder.
Wahrer Hexenkessel
Für den erdigen Rhythmus war Basti Fantastic Kwiotek zuständig, der mit punktgenauem Spiel ebenso begeisterte wie Uwe Penning am Keyboard. Da verwandelte sich die Emsterrasse bei „Let the good times roll“ von B.B. King und „Superstition“ von Stevie Wonder in einen wahren Hexenkessel.
Die „Blues-Guerilla“ ist immer offen für Gäste, und so erlebte man mit Claudia Spiridigliozzi eine ausdrucksstarke Sängerin, bei der Songs wie „I’d rather go blind“ und „I just wanna make love to you“ von Etta James bestens aufgehoben waren. Mit feinem Timbre wusste sie ihren Part zu gestalten, erstrahlte ihre Stimme gleichsam über dem facettenreichen Bandklang. Wenn sie „Ain’t no sunshine“ von Bill Withers im Duett mit Martin Captain Huck interpretierte, war man hingerissen von ihrer emotionalen Gesangskunst.
Spontan geht es bei den „Blues-Guerilla“ immer zu, das durfte auch Wilf Kiesow an diesem Abend erleben. Mit seiner chromatischen Mundharmonika zählt er zu den ganz versierten Blues-Harp-Spielern und bei einem „normalen“ 12-taktigen Blues konnte er seine virtuose Improvisationskunst voll einbringen. Da begeisterte er vom ersten bis zum letzten Takt mit seiner ideenreichen Spielweise.
Griff in die Schatzkiste
Aber auch der Song „Wenn du weggehst“ von Stoppock im Blues-Gewand war für ihn eine willkommene Herausforderung. Da verließ er die „üblichen“ Improvisationswege und zeigte sich als ganz innovativer Bluesharp-Spieler. Guten Blues gibt es eben nicht nur jenseits des großen Teiches, auch das Münsterlandes bietet jede Menge authentischem und grundehrlichen Blues. Für diesen Abend an der Ems hatten die Blues-Guerillas zum Vergnügen des Publikums ganz tief in die Schatzkiste ihres Repertoires gegriffen, durfte sogar Robert Grawe bei „Saturday Night“ mit auf die Bühne. Für die „Blues-Guerilla“ gibt es keine stilistischen Grenzen und so genoss man den Abend mit seinem bunten Strauß wunderbarer Melodien.
 

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